Diamanten als Wertanlage
Diamanten gibt es in unterschiedlichen Formen, die teils an der Börse gehandelt werden, teils auch anderweitig bezogen werden können. Da gibt es einmal die Rohdiamanten, die mit teilweise sehr aufwendiger Bergbautechnik gewonnen werden. Dann gibt es Industriediamanten; darunter versteht man künstlich hergestellte Diamanten, die hauptsächlich in der Industrie, beispielsweise bei der Herstellung von Zerspanungs- und Schleifwerkzeugen eingesetzt werden. Sie sind meist von sehr geringer Größe und eignen sich deshalb auch nicht als Schmucksteine. Und dann gibt es natürlich die geschliffenen Diamanten, die in konkrete Qualitätskriterien eingeteilt werden. Für die Wertanlage in Diamanten eignen sich geschliffene Diamanten am besten. Sie sind, wenn sie mit der Expertise eines renommierten und allgemein anerkannten Institutes verbunden sind, nicht nur an der Börse handelbar. Man kann sie auch bei speziellen Banken, aber auch bei Juwelieren und spezialisierten Diamantenhändlern erwerben und dort auch wieder verkaufen.
Wo kommen Diamanten her?
Diamanten werden hauptsächlich in Südafrika und den angrenzenden Ländern, in Russland, Australien und Kanada gefunden. Gelegentliche Funde sind auch aus anderen Ländern bekannt, sogar aus Deutschland. Solche Bodenschätze werden heute oft im Tiefbergbau gewonnen. Die dafür notwendigen hohen Kosten bestimmen letztlich auch den Preis der Diamanten. Wenn der Bergbau immer schwieriger wird, steigen die Kosten und damit auch die Preise für Diamanten.
Kriterien für die Wertanlage
Wer an eine Wertanlage in Diamanten denkt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine Rendite nur darin bestehen kann, dass man den Diamanten später teurer verkaufen kann. Bei dieser Wertanlage spielen auch steuerliche Gesichtspunkte eine Rolle. Wenn bei Kauf und Verkauf Mehrwertsteuer anfällt, die man als Privatperson nicht als Vorsteuer absetzen kann, dann bedeutet dies, dass bei dem derzeitigen Mehrwertsteuersatz der Preis des Diamanten schon um 42 % steigen muss, bevor man überhaupt an einen Gewinn denken kann. Das ist eine ganz schöne Preissteigerung, die sicher nicht von einem Tag auf den anderen erreicht werden wird.
Das erste Kriterium bei der Bewertung geschliffener Diamanten für eine Wertanlage ist das Gewicht. Dabei steigt der Preis mit dem Gewicht nicht linear, sondern progressiv an. Sehr große Diamanten sind praktisch unbezahlbar.
Das zweite Kriterium ist die Farbe. Schmutziges Grau ist sicherlich weniger begehrt als gelb, grün oder rot, wenn sich eine Dame mit dem Stein schmücken möchte. Auch die Reinheit der Farbe spielt eine Rolle.
Drittens kommt es auf die Klarheit des Diamanten an. Falls er Einschlüsse aus Fremdstoffen aufzuweisen hat, drückt dies den Wert, zum Teil sogar erheblich.
Das nächste Kriterium ist der Schliff. Hier zeigt sich die Kunst des Schleifers.